Landeszeughaus

Zeughaus
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Ritter aus Leidenschaft? Auf einige der Kämpfer in glänzender Rüstung sicher zutreffend. Im Grazer Landeszeughaus stehen sie in Reih und Glied, die Harnische und Waffen tapferer mittelalterlicher Krieger. Der besondere historische Rahmen und die beeindruckende Zahl der Sammlerstücke machen einen Besuch der Grazer Rüstkammer unerlässlich. Auf fünf Etagen gibt es unglaubliche 32.000 Exponate zu bestaunen und so manch großer und kleiner Besucher verliert sich hier in Träumen von Heldensagen vergangener Zeit.

Sonderöffnungszeiten im Advent

Durch seine geographische Lage südlich der Alpen und als Hauptstadt Innerösterreichs entwickelte sich Graz zu einem wichtigen Zentrum der Verteidigung gegen eindringende Völker aus dem Osten. Vor allem durch das Vordringen der osmanischen Türken waren die steirischen Landstände ab Ende des 15. Jahrhunderts gezwungen, im Zuge einer organisierten Verteidigung ihre Waffenbestände aufzustocken. Heimische Büchsenmacher und Plattner erhielten ebenso Aufträge wie Meister aus Nürnberg, Augsburg, und Innsbruck. Ab 1642 baute Antonio Solar neben dem Landhaus ein "Zeughaus" für das angewachsene Arsenal.
Das schmale Gebäude reicht über fünf Geschoße und ist etwa 50 m lang. Die Fassade schmücken zwei üppig schöne Barockfiguren von Giovanni Mamolo, die Mars (Kriegsgott) und Minerva (Göttin des Krieges und der Künste) verkörpern. Das Landeszeughaus sollte im Zuge der Militärreformen Maria Theresias aufgelöst werden. Doch gelang es den Steirischen Landständen, eine Schließung abzuwenden und das Arsenal als Zeugnis für die Tapferkeit der Steirer im Kampf gegen den "Erbfeind des Christentums" zu erhalten.
So zählt das einzige original erhaltene Zeughaus der Welt noch heute etwa 32.000 Exponate. Historische Waffen und Kriegsgerät, vom Ende des 15. bis Anfang des 19. Jahrhunderts. Über 3.300 Harnische und Helme, über 7.800 Handfeuerwaffen, rund 5.400 Stangenwaffen, 2.400 Schwerter, Säbel und dergleichen - was immer man seinerzeit zur Kriegsführung brauchte, man findet es hier. Neben der Fülle an einfachen Waffen für das Kriegsvolk beeindrucken Prunkharnische für den Adel und ein vollständig erhaltener Rossharnisch aus dem frühen 16. Jahrhundert. Die rund 50 Geschütze aus dem Erdgeschoß allerdings wurden beim Nahen von Napoleons Truppen entfernt und später an einen Glockengießer verkauft.
Heute befindet sich in dieser sogenannten "Kanonenhalle" das Informationsbüro von Graz Tourismus.
+++ Übrigens +++
Wer so viel altes Eisen sieht, fragt sich, warum nichts davon rostet. Mit verantwortlich dafür sind - neben sorgsamer Pflege - die Holzdecken und -böden, sowie die Holzpaneele an den Wänden. Sie absorbieren Feuchtigkeit.

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Öffnungszeiten
Nov. - März Zutritt nur mit Führung möglich! April - Okt. Di - So: 10.00 - 17.00 Uhr
Eintrittspreise
Erwachsene: € 9,00
Schüler: € 3,00
Familienkarte: € 18,00
24h-Karte
Erwachsene: € 13,00
Schüler: € 4,50
Familienkarte: € 26,00
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