Botanischer Garten

Botanischer Garten
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Ein Gürteltier im Villenviertel? Wie ein großes exotisches Tier liegen die Gewächshäuser des Botanischen Gartens zwischen den Jugendstilvillen in einem der schönsten Viertel von Graz. Sie verbinden exotisches Pflanzenreich aus vier verschiedenen Klimazonen mit Grazer Weltklassearchitektur, die ihresgleichen sucht. Ein Ort der Wissenschaft, der zum Studieren, Staunen, Verweilen und Seele baumeln lassen einlädt.

Wer behauptet, "außerirdische" Architektur sei erst mit dem Kunsthaus in Graz eingezogen, der kennt die Gewächshäuser von Volker Giencke nicht. Mitten im Villenviertel der Grazer Schubertstraße durchdringen einander drei schiefe parabolische Zylinder aus Acrylglas.
Ihre ideale Ausrichtung ermöglicht im Inneren üppiges Wachstum von Pflanzen aus vier verschiedenen Klimazonen.

Das alte Palmenhaus aus dem frühen 20. Jahrhundert musste dem Neubau nicht weichen. Es steht noch heute denkmalgeschützt im Freigelände der botanischen Institute der Karl-Franzens-Universität. In friedlicher Nachbarschaft zu den neu(artig)en Gewächshäusern, über die seit ihrer Eröffnung 1995 zahlreiche internationale Architekturzeitschriften berichtet haben.

Es sind drei parabolische Körper, deren Ausrichtung und Konstruktion einen Lichtnutzungsgrad von 98% ermöglichen. Ein weltweit sonst noch nie erreichter Wert. Verantwortlich dafür sind gebogene doppelschalige Acrylglaselemente eingespannt in eine minimalisierte Leichtkonstruktion. Versorgungsleitungen sind nicht sichtbar, vielmehr teilweise in die Trageteile integriert.

Doch nun in das Innere. Vier Klimazonen sind simuliert, die Temperaturen zwischen 8°C und 24°C und eine Luftfeuchtigkeit zwischen 50% und 80% umspannen.

Das Tropen- oder Warmhaus beherbergt beispielsweise tropische Nutzpflanzen, Orchideen und Mangrovenpflanzen. Mittelmeervegetation mit Zitruspflanzen, Eukalyptus und dergleichen ist im Kalthaus zu finden. Die Vegetation Südamerikas und Australiens gedeiht im Temperierthaus, Kakteen und andere Trockenheit liebende Gewächse im Sukkulentenhaus.

Holzstege und Brücken führen den Besucher quer durch die Klimazonen. Für den nötigen Temperaturausgleich sorgen einerseits die in der Tragekonstruktion integrierte Warmwasserheizung und andererseits ein Kühlungssystem, das bei Bedarf mikroskopisch feinen Wassernebel versprüht und die Gewächshäuser augenblicklich um 5°C abkühlt.

+++ Tipp +++
Die Gewächshäuser sind als "Schauhäuser" allgemein zugänglich. Sie dienen der Wissenschaft und der botanischen und ökologischen Weiterbildung Interessierter und bieten viel Raum, um sich einfach nur wohl zu fühlen.

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Öffungszeiten
Freiland und Gewächshäuser: tgl. 08.00 - 14.30 Uhr / 15. Mai - 15. September: 8.00 - 16.30 Uhr
freier Eintritt

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