Zisterzienser Stift Rein

Das 1129 gegründete Stift Rein gilt als ältestes Zisterzienserstift der Welt. Die Basilika, die Bibliothek sowie die Grabstätte von Markgraf Leopold können bei Führungen besichtigt werden.

Erbauliches für Körper und Geist – bieten das malerische Zisterzienserstift Rein und seine Umgebung. Die barocke Stiftskirche überstrahlt die malerische Landschaft nördlich von Graz in erhabener Schönheit und die herrlichen Stiftswälder laden zu ausgedehnten Spaziergängen und Wanderungen ein. Seit über 800 Jahren leben Zisterzienser-Mönche in dieser Klosteranlage. In der Bibliothek des Stifts begeistern mittelalterliche Handschriften aus der klostereigenen Schreibstube Jung und Alt.

Gruppenführungen nach individueller Vereinbarung: T +43/3124/51621-14 oder gruppe@stift-rein.at

Zisterzienserstift Rein | © Region Graz - Harry Schiffer

Details

Die Lage von Stift Rein an einem Bachlauf in einem stillen Tal ist kennzeichnend für den Zisterzienserorden, der gemäß der Benediktinischen Regel des „Ora et Labora" (Bete und arbeite!) stets auch manueller Arbeit einen hohen Stellenwert beimaß. Im Jahr 1129 berief Markgraf Leopold der Starke Mönche aus Ebrach in Franken nach Rein und gründete die 38. Niederlassung des 1098 in Südfrankreich entstandenen Ordens. Neben Landwirtschaft, Fischzucht und Handwerk betrieben die Reiner Mönche auch eine Schreibstube. Rund 300 mittelalterliche Handschriften und Frühdrucke sind in der Stiftsbibliothek erhalten geblieben, die insgesamt etwa 100.000 Bände umfasst.

Sein heutiges barockes Aussehen erhielt Stift Rein um die Mitte des 18. Jh.s durch den Grazer Baumeister Johann Georg Stengg. Die 76 Meter lange, 18 Meter breite und 17 Meter hohe Wandpfeilerkirche zählt zu den größten und schönsten Gotteshäusern der Steiermark. Der Maler Josef Adam Mölck ließ kein Fleckchen unbemalt, namhafte Künstler der Barockzeit statteten die Kirche mit eindrucksvollen Altären und Skulpturen aus. Das gediegene Hochaltarbild „Anbetung der Hirten" schuf der bedeutende österreichische Barockmaler Johann Martin Schmidt (Kremser Schmidt).

Zwei Landesfürsten der Steiermark fanden in Stift Rein ihre letzte Ruhestätte. In der Grabkapelle im Altarraum ruht Herzog Ernst der Eiserne, der Vater Kaiser Friedrich III. Die Grabplatte, die den Herzog detailgetreu in voller Rüstung zeigt, stellt ein Meisterwerk gotischer Bildhauerkunst dar (um 1425). Bei Restaurierungsarbeiten in der Marienkapelle wurde 2006 das Grab des Klostergründers, Markgraf Leopold des Starken, entdeckt. Spezialführungen zeigen diese Grabstätte, sowie interessante archäologische Funde, die nicht nur in die Frühzeit des Klosters sondern bis in die Kupferzeit zurückreichen.

Übrigens: Der Name der Landeshauptstadt Graz taucht erstmals in einer (leider nicht original erhaltenen) Urkunde des Klosters Rein auf, in der 1128 ein „Dietmarus de gracz" erwähnt wird.

Erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Buslinie 110 von Graz Hauptbahnhof)
Infos unter www.verbundlinie.at

Tipp: Wanderung vom Österreichischen Freilichtmuseum Stübing zum Stift Rein I ca. 7 km

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Zisterzienser Stift Rein
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Rein 1, 8103 Gratwein-Straßengel