Graz öffnet sich

Dachlandschaft

Willkommen zurück in Österreichs zweitgrößter Stadt

Es wird wieder warm – und in Graz aufgrund seiner Lage noch ein bisschen schneller als im restlichen Land. Sobald die ersten Pflänzchen ihre Köpfe durch den noch harten Boden zwängen, werden auch schon die Parks bevölkert und Köpfe der Sonne entgegengestreckt. Graz öffnet wieder – die Lokale, die Museen, die Sehenswürdigkeiten, die Hotels und, und, und...

Endlich darf die Stadt wieder herzeigen was sie hat und was sie kann – sie öffnet sich für Sie! Zahlreiche Jahrhunderte wie Gotik, Renaissance und Barock präsentieren sich, frisch herausgeputzt nach einem langen Winter, von ihrer schönsten Seite. Der südliche Einfluss überträgt sich auf die Einwohner und so kann man sich dem mediterranen Charme der Stadt nur sehr schwer entziehen. Aber unter uns – wer will das schon? Ein lauschiges Plätzchen unter den Arkaden, man lässt die Blicke müßig schweifen und vielleicht spielen spontan gerade einige junge Musiker auf? Wenn der Rastplatz noch dazu der Gastgarten eines Genusswirtes ist, na umso besser. Seit 2008 darf sich Graz GenussHauptstadt Österreichs nennen und diesen Titel lebt nicht nur die Stadt, sondern auch ihre Gastgeber. Die Grazer sind nun mal Genießer. Ob es sich um ein Haubenlokal, ein Wirtshaus, ein Café oder eine Brötchenbar handelt ist dabei nebensächlich – der Genuss kommt immer an erster Stelle. 

Auf Augenhöhe mit der Kultur

Hier trifft die Ritterrüstung aus dem Landeszeughaus auf das Kunsthaus, auch liebevoll das „Friendly Alien“ genannt, der Planetengarten im Schlosspark von Eggenberg auf den Uhrturm mit seiner „verdrehten“ Uhrzeit und im Joanneumsviertel reichen sich das COSA und die Neue Galerie die Hand. Es wird also Zeit für einen Besuch in Graz. Wie wäre es zum Beispiel mit einem der nächsten Wochenenden? Graz hält zahlreiche Hotelangebote für Sie bereit, denn auch hier erweisen sich die Grazer als perfekte Gastgeber. Beim Schmökern durch die Liste der Hotels wird Ihnen die Entscheidung nicht so leicht fallen. 

Gemeinsam durch Graz

Graz Museum
Graz Museum

Wir haben ein „waschechtes“ Grazer Pärchen gebeten, Sie auf einen Tag durch ihr Graz mitzunehmen – unterwegs hat sich die Familie zwar etwas vergrößert, aber was macht das schon – genießen Sie den Spaziergang und lassen Sie sich inspirieren – je nach Lust und Laune und jeder nach seiner Facon:

Elke und Hannes sind nicht nur sportlich, sondern auch Frühaufsteher. Darum fahren sie von ihrem Haus am Grazer Stadtrand mit dem Rad in die Innenstadt. Radwege ziehen sich ja durch die gesamte Stadt, aber am Morgen entlang der Mur, immerhin Teil des Murradweges, zu radeln genießen die beiden besonders. Im Vorbeifahren nehmen sie im Augarten die neue Augartenbucht in Augenschein und planen einen längeren Stopp für das nächste Mal, um sich hier genauer umzusehen. Jetzt geht es nämlich weiter in Richtung Altstadt. Ein kurzer Stopp ist allerdings noch das absolute Muss, denn denn der Blick ist hier grandios. Auf dem leicht vibrierenden Mursteg, schaut man hinunter auf die Murinsel, Überbleibsel aus dem Kulturhauptstadtjahr 2003, hinauf auf das Wahrzeichen, den Uhrturm, hinüber zum Kunsthaus, dem „friendly alien“ und auch die Silhouette der Mariahilferkirche wird von der Sonne in ein einzigartiges Bild gerückt. Diesen 360 Grad Blick sollte man unbedingt erleben und genießen. Nachdem Elke und Hannes ihre Räder abgestellt haben, suchen sie sich ein Plätzchen zwischen Studenten, Touristen und Stadtspazierer, um sich ein ausgiebiges Frühstück im Kunsthauscafé zu gönnen. Zu Fuß geht es über den Mariahilferplatz (sehr oft finden hier Veranstaltungen statt oder Kunstinstallationen machen sich breit), vorbei an zahlreichen ausgefallenen Läden, die das Lendviertel zu einem der hippsten Stadtteile machen. Nicht nur im Designmonat gibt es hier spezielle Führungen. Ein Blick in das ein oder andere Geschäft gönnt sich Elke jedes Mal, dafür blinzelt Hannes, wie immer kurz in den Arkadenhof der Mariahilferkirche, nur einer der zahlreichen Grazer Innenhöfe. Am Lendplatz mit seinem Bauernmarkt herrscht schon reges Treiben. Das knackigste Gemüse und die frischesten Kräuter und Pflänzchen gibt es einfach am Markt – und das Geselchte riecht heute wieder derart gschmackig, besonders in Kombination mit dem frischen Brotdüften. 

Ganz gemütlich, bei einem Kaffee, sitzen seine Eltern, Maria und Karl in einem Gastgarten mitten im Markttreiben. Sehr schnell lassen sich Elke und Hannes zu einem Glas Steirischen Aperitif überreden. Hannes‘ Eltern haben sich für diesen Tag einen Besuch im neuen Schlossbergmuseum vorgenommen. Sie wollen mit der Bahn auf den Schlossberg fahren, weil sie die Installation in der Seilbahnkabine, die anläßlich des Kulturjahres 2020 eingerichtet wurde, noch nicht gesehen haben. 

Elke und Hannes wollen noch etwas durch die Altstadt schlendern und über das Joanneumsviertel und die Herrengasse zum Hauptplatz spazieren. Elke kennt ihren Mann gut genug, um zu wissen, dass sie dem Landhaushof und damit dem Landeszeughaus großräumig ausweichen muss, da Hannes sich sonst von einem Besuch bei „Ritter und Landsknecht“ nicht abhalten läßt. Mit den Eltern verabreden sie sich zu einem Mittagsimbiss am Schlossberg  und geben diesen Termin auch an ihre Tochter Anna weiter, von der sie wissen, dass sie sich mit einer jungen Frau  am Vormittag verabredet ist, die plant in Graz Auslandssemester an einer der Universitäten zu verbringen – Graz ist immerhin auch Wissensstadt. 

Während Elke und Hannes die 260 Stufen auf den Berg zu Fuß erklimmen, kommt Anna etwas verspätet mit dem Schlossberglift an. Sie hat sich am Vormittag schon sportlich im Grazer Stadtpark betätigt und der Studienkollegin bei einer Frühstücksbowle im (Name?) noch weitere Lokaltipps für vegetarische und vegane Küche mitgegeben. Eigentlich wollten sich die beider einer der täglich stattfindenden Führung anschließen, aber sie haben sich dann doch für  eine interaktive Tour mit den Graz Grazien am nächsten Tag entschieden. Mit ihren Freunden hat Anna schon die ein oder andere exklusive Kleinführung zu den unterschidlichsten Themen gemacht. Eigentlich findet sie alle cool, so wie sie „ihre“ ganze Stadt cool findet. 

Maria und Karl freuen sich ebenfalls ihre Enkelin zu sehen und erzählen begeister von ihrem Museumsbesuch. Am Nachmittag wollen die Großeltern nach an den Stadtrand zum Schlosspark in Eggenberg, vielleicht nehmen sie auch an einer Führung durch die Prunkräume von Schloss Eggenberg teil. Sie sind momentan Besitzer einer Graz Card und werden deshalb mit den Öffis in den Grazer Westen gondeln. 

Elke und Hannes spazieren den Fußweg hinunter und kommen am Karmeliterplatz heraus. Sie müssen ja ihre geparkten Räder wieder abholen. Hannes möchte noch einen Schwenk machen und sich das Glockenspiel ansehen, von dem er nie genug bekommen kann, aber Elke drängt ihn weiter. Sie müssen ja noch ein Stück radeln, bis sie zuhause sind. Da bleibt dann nicht mehr so viel Zeit um sich für den Abend vorzubereiten, den sie mit Freunden in einem der Grazer GenussHauptstadtbetriebe verbringen werden.