Schlossberg

Schlossberg Uhrturm
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Schlossberg
Am Schlossberg 1
8010 Graz

In der Stadt und auf der Höh’ – das schließt sich in Graz keineswegs aus. Der Fluss, die einzigartige Altstadt und mitten drin ein Berg. Der Grazer Schlossberg ist Naturschauspiel, Naherholungsgebiet und Aussichtspunkt zugleich. In kürzester Zeit gelangt man nach oben und genießt den herrlichen Ausblick auf Graz und Umgebung. Einer Burg, die vor über 1.000 Jahren auf dem Schlossberg errichtet wurde, verdankt die Stadt ihren Namen. Aus dem slawischen Gradec für ,kleine Burg‘ wurde später Graz.

Schlossbergbahn & Schlossberglift

 

Der Grazer Schlossberg. Er zieht die Menschen an. Im Frühling mit frischem Grün, den ersten Sonnenstrahlen, im Sommer mit Schatten spendenden Bäumen und Freilicht-Aufführungen, im Herbst mit seiner Farbenpracht, im Winter kann man hier dem Grau der Stadt entfliehen. Und das innerhalb von wenigen Minuten.

Seit 1894 überwindet die Schlossbergbahn bravourös die rund 60% Steigung hinauf zum Schlossbergplateau - neuerdings mit modernen Panoramagondeln. Oben gibt es viel zu entdecken. Den Glockenturm (34 Meter hoch) aus dem 16. Jahrhundert. Im Inneren die "Liesl", die größte Glocke von Graz. Die Kasemattenbühne in den freigelegten Kellerräumen des einstigen Schlosshauptmannhauses. Eine Zisterne, der 94 m tiefe Türkenbrunnen, die mächtige Stallbastei. Sie stammen von Domenico dell' Aglio. Er stand an der Spitze jener norditalienischen Bauleute, die Mitte des 16. Jahrhunderts Graz mit neuen Stadtmauern und den Schlossberg mit einer 400 m langen Festung ausstatteten.

Niemand nahm je diese Festung ein. Auch nicht Napoleon. Doch verlangte er nach einem Sieg über die Habsburger im Jahre 1809 die Schleifung der Festung. Eine großzügige Geldzahlung der Grazer Bürger an die Franzosen konnte den Uhrturm (28 Meter hoch) und den Glockenturm vor der Zerstörung retten. Dreißig Jahre später verwandelte Freiherr von Welden den einstigen Festungshügel in den heute noch erhaltenen romantischen Park mit seinen teilweise sehr südländischen Pflanzen.

Nach unten führen die rund 260 Stufen der Schlossbergtreppe. Oder der gläserne Lift, der im Stollensystem des Schlossbergs endet. Dieses wurde im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzkeller für die Grazer angelegt. Heute gibt es hier neben einer Märchengrottenbahn für Kinder auch den "Dom im Berg", eine Veranstaltungs- und Ausstellungshalle mit modernsten technischen Einrichtungen - und das mitten im Felsen.

+++ Übrigens +++
Die Sage schreibt die Entstehung des Schlossbergs dem Teufel zu. Der hatte den Grazern versprochen, ihren Hausberg, den Schöckl, noch höher zu machen. Natürlich im Tausch gegen die Seele des ersten Menschen, der den erhöhten Schöckl besteigt. Als er nun von Afrika kommend mit einem riesigen Felsbrocken über Graz flog, sah er unter sich eine Prozession. Es war Ostersonntag. An diesem Tag hatte der Teufel keine Macht über die Menschen. So konnte er auch keine ihrer Seelen für sich gewinnen. In seinem Zorn schleuderte der Leibhaftige den Felsen auf die Stadt. Der zerbrach in zwei Teile. Der kleinere bildet heute den Austein, auf dem sich der Grazer Kalvarienberg befindet. Der größere Felsteil wurde zum Schlossberg.

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