Kunsthaus Graz

Kunsthaus Menschen
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Staunen, Begeisterung, Ungläubigkeit. Die spektakuläre Architektur des Kunsthauses Graz lässt niemanden kalt. Das gibt es nicht häufig, dass das Nebeneinander traditioneller Stadtstruktur und atemberaubend junger Architektur so perfekt gelungen ist wie bei der Umsetzung dieses Museums für zeitgenössische Kunst in Graz. Wie eine geheimnisvolle blaue Blase schwebt das Kunsthaus zwischen den Dächern der Altstadt – das Begriffspaar Graz und Kunsthaus zieht Besucher einfach magisch an.

Manchmal werden Träume wahr. So auch 2003 der Traum der Grazer von einem Kunsthaus. Der Bauplatz war geschickt gewählt. Das rechte Murufer, der bisher stets etwas vernachlässigte Teil der Stadt. Die Nachbarschaft: das Eiserne Haus, eine fast vergessene, weil kaum mehr sichtbare, einst kühne Gusseisenkonstruktion des Grazer Architekten Josef Benedict Withalm aus dem Jahr 1848.

Den europaweiten Wettbewerb zu Revitalisierung des Eisernen Hauses und Anbau eines Kunsthauses gewannen die britischen Architekten Peter Cook und Colin Fournier. Das biomorphe Gebilde hebt sich in Form und Material bewusst von den Giebelhäusern mit ihren roten Ziegeldächern ab und schmiegt sich doch ehrfurchtsvoll an Altes an.

1.066 Acrylglaselemente bilden die Außenhaut des Friendly Alien. Über die Mur sendet er abends bewegte Lichtsignale oder Schriften von seiner BIX-Fassade. Tageslicht saugt er aus dem Norden durch die nüsternartigen Nozzles an seiner Oberseite. Needle heißt die gläserne Aussichtsplattform, die sich im Osten über Kunsthaus und Eisernes Haus spannt. Im Inneren des Eisernen Hauses finden sich Shop, Administration und die Camera Austria - eine Institution, die sich mit Ausstellungen und der gleichnamigen Zeitschrift der Fotografie verschrieben hat.

Der transparente Unterbau des Kunsthauses beherbergt ein Restaurant und eine Medienlounge. Der Travelator, ein geneigtes Förderband, zieht die Besucher in das Innere des Alien. Dieses gibt sich recht anpassungsfähig, lässt Gestaltern Freiraum für verschiedenste Ausstellungen auf zwei Etagen. Auch wenn sich das Kunsthaus den Luxus leistet, ausschließlich Kunst aus den letzten vier Jahrzehnten zu zeigen.

+++ Übrigens +++
Nicht alle Bullaugen richten sich gegen Norden. Eines lugt nach Osten. Durch dieses wird der Uhrturm, das traditionelle Wahrzeichen der Stadt, quasi als Exponat in das Kunsthaus geholt.

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Öffnungszeiten
Di - So: 10.00 - 17.00 Uhr
Eintrittspreise
Erwachsene: € 8,00
Schüler: € 3,00
Familienkarte: € 16,00
24h-Karte
Erwachsene: € 11,00
Schüler: € 4,00
Familienkarte: € 22,00
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