Bärenschützklamm

Bärenschützklamm
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Bärenschützklamm
Kirchdorf 16
8132 Pernegg an der Mur

Tief blicken lässt der aufregende Ausflug in die Bärenschützklamm. Vorbei an tosenden Gewässern, bizarren Felsformationen, seltenen Pflanzen und Tieren führt der Weg durch eine der längsten wasserführenden Klammen Österreichs. Der äußerst spannende Aufstieg erfolgt über 164 Holzbrücken und -leitern auf einer Länge von 1300 m. Man überwindet dabei stolze 350 Höhenmeter und kann mithilfe von Schautafeln die interessante Vegetation der berauschenden Klamm erforschen.

 

Das Baumaterial der Bärenschützklamm setzt sich aus Kalken, Dolomiten und Konglomeraten zusammen, die vor rund 400 Millionen Jahren entstanden sind und später mit den Alpen gehoben wurden. Die wirbelnden Wasser des Mixnitzbaches haben den Kalkstein ausgehöhlt, sodass die Felswände bis zu 300 m hoch aus dem Tal aufragen. Im mittleren Teil der Klamm stürzt der Große Wasserfall rund 50 Meter in die Tiefe. Aus Felsklüften wachsen Sommerlinden; Pflanzen wie der gelbblühende Gift-Eisenhut oder die Steirische Küchenschelle mit ihren behaarten blauen Glocken haben hier die letzte Eiszeit überdauert. Der Wanderweg 745 durch die Bärenschützklamm ist auch als Naturkundlicher Lehrpfad angelegt, der über Flora und Fauna des Gebietes Auskunft gibt. Er beginnt beim Gasthof „Zur Bärenschütz" bei Mixnitz, führt etwa eine Stunde lang durch Wald bergan, bis der Einstieg in die Klamm beginnt. Ursprünglich konnten sie nur geübte Kletterer durchsteigen. 1901 errichtete der Grazer Alpenclub eine hölzerne Steiganlage, die die Naturwunder der Klamm einem breiteren Publikum zugänglich machte. Etwa eine Stunde lang fast ausschließlich über Holzsprossen zu gehen, erfordert allerdings einiges an Kondition und Konzentration. Für die Anstrengung wird man durch ein wunderbares Naturerlebnis und im Gasthaus „Zum Guten Hirten" (innerhalb von etwa 20 Minuten nach dem Klammausstieg erreichbar) mit einer deftigen Jause belohnt. Über den durch Wald und Wiesen führenden Prügelweg geht es zurück zum Klammeinstieg. Hochachtung gebührt jenen, die in selbstloser, gefährlicher Arbeit den Steig durch die Bärenschützklamm angelegt haben, und jenen, die ihn nach verheerenden Hochwasserkatastrophen (zuletzt 1997) und zur Sicherheit der Besucher immer wieder erneuern.

Übrigens:
Woher der Name Bärenschützklamm stammt, ist bis heute ungeklärt. Er dürfte eher auf ein slawisches Wort denn auf einen Bärenschützen zurückgehen. Es gibt nicht einmal eine Sage, die den Namen zu deuten wüsste ...

Achtung!
Die Gesamtgehzeit (ab dem Gasthaus zur Bärenschützklamm durch die Klamm bis zum Gasthaus "Guter Hirte" und retour über den sogenannten "Prügelweg") beträgt ca. 4,5 Stunden. Gutes Schuhwerk unbedingt empfohlen!

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Öffnungszeiten
Mai - Oktober
Design kommt erst

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